Zu Fuß zur Schlossbergschule im Februar 2019

Zu Fuß zur Schule – Ich gehe mit!

Vom 11.02. – 15.02.2019 waren die Kinder der Schlossbergschule zum ersten Mal in diesem Schuljahr und zum dritten Mal insgesamt, aufgerufen, sich an der Aktion „Zu Fuß zur Schule – Ich gehe mit!“ zu beteiligen.
Nach der Aktion im Dezember 2017, bei der es insgesamt 118 Kinder ( von 186 ) geschafft hatten, für die 5 Tage 10 Fußstempel auf ihrer Karte zu sammeln, und der Aktion im Juni 2018 mit insgesamt 123 vollen Stempelkarten, war tatsächlich ein paar Wochen eine Verbesserung des Verkehrsaufkommens zu Stoßzeiten vor der Schule zu bemerken. Darauf hoffen wir jetzt auch wieder!
Von den 154 Schulkindern haben im Februar 2019 insgesamt 100 Kinder eine volle Stempelkarte abgegeben, also ca. 65%. Das lässt sich noch verbessern!

Und wie aktuell und wichtig die Thematik ist, können Sie in folgendem Auszug aus n-tv vom 10.06.2018 lesen:

„Weg mit dem Elterntaxi!: Warum Kinder zur Schule laufen sollten
Stichwort „Elterntaxi“: Gemeint sind Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Laut einer vom ADAC veröffentlichten Studie geben Eltern „als unsicher empfundene Schulwege“ als häufigsten Grund für das „Elterntaxi“ an. „Doch sie sind es auch, die ihre Kinder direkt vor der Schule absetzen und auf dem Zebrastreifen parken“, klagt Petra Rödler von der Kinderunfallkommission Kaiserslautern. „Sie verhalten sich im Verkehr oft selbst rücksichtslos und gefährden damit andere Verkehrsteilnehmer.“

Am besten gemeinsam zu Fuß gehen
Am besten sei es, mit den Kindern gemeinsam zu Fuß zu gehen, meint Hannelore Herlan von der Deutschen Verkehrswacht. „Man gewöhnt die Kinder an eine aktive Verkehrsteilnahme“, sagt sie. Das „Elterntaxi“ verhindere diesen wichtigen Entwicklungsschritt. Die Passivität bewirke, dass Kinder Bewegungs- und Koordinationsdefizite bekämen und sich später besonders unsicher im Straßenverkehr bewegten.

An Schulen und Kitas soll Verkehrserziehung ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr vermitteln. Damit ist es aber nicht getan – auch die Eltern seien gefordert, sagt Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff. „Die Psyche entwickelt sich nur durch Erfahrung. Man kann keinem kleinen Kind den Straßenverkehr erklären“, so Winterhoff. „Heutzutage wollen Eltern ihren Kindern möglichst viel abnehmen. So funktioniert Entwicklung aber nicht“, erklärt er. Das Erlernen von sicherem Verhalten im Straßenverkehr brauche Ruhe und Zeit.

Meiste Fehler beim Überqueren der Straße
Die meisten Fehler machen Kinder laut Unfallstatistik beim Überschreiten der Fahrbahn. In fast 90 Prozent der Fälle ist das so. Theoretisch müssten die Kinder das in der Verkehrserziehung gelernt haben. Doch einmal gelernt heißt nicht, dass Kinder sich fehlerfrei verhalten. „Abläufe wie das Links-Rechts-Links-Schauen machen Kinder erst einmal nur mechanisch“, erklärt Hannelore Herlan von der Verkehrswacht. Das müsse immer wieder sorgfältig geübt werden. Die Deutsche Verkehrswacht rät Eltern daher, den Schulweg gemeinsam zu trainieren. „Dann fällt es irgendwann auch leichter, die Kinder alleine losziehen zu lassen.“
Quelle: XING News Bildungswesen